Warum du unbedingt in der kalten Jahreszeit Topinambur ausprobieren solltest

Sie sieht schon ein wenig bizarr aus, wie Ingwer, das alte Wurzelgemüse Topinambur. Meinungen, wie sie schmeckt, schwanken zwischen nussig, nach Artischocke und süßlicher als eine Kartoffel. Aber ohne Zweifel steckt sie voller gesunder Ballaststoffe und Vitamine.


Ob gekocht, roh, mariniert oder püriert: Die Pflanze Topinambur (oft auch als Erdbirne oder Erdartischocke bezeichnet), hat ihren Ursprung aus Brasilien, genauer gesagt von dem Indianerstamm „Topinamba“. Bereits im 16. Jahrhundert entdeckten sie die wunderbare Wirkung der Knollen. In der Folgezeit erreichte die Topinambur über Kanada auch Europa, wo es bis Mitte des 18. Jahrhunderts angebaut wurde. Leider geriet sie dort in Vergessenheit, als die Kartoffel publik und geschätzt wurde.

Topinambur: nussig, süßlich und vielseitig einsetzbar

Verwandt ist Topinambur mit der Sonnenblume und verbirgt im Inneren, geschützt von einer bräunlichen bzw. violetten Schale, ein weißes bis cremefarbenes Fleisch. Ihr Geschmack hängt davon ab, wie sie zubereitet wird: Isst du sie roh (auch mit Schale), wirst du dich wegen des nussigen Geschmacks an eine Artischocke erinnern. Gekocht schmeckt die Wurzelknolle eher süßlich.

Was Topinambur so besonders macht, ist neben ihren wenigen Kilokalorien (30 Kilokalorien auf 100g) ihre Eigenschaft, Wasser zu binden und im Magen zu quellen. Darüber hinaus enthält das Superfood Inulin. Dieser Ballaststoff kommt recht selten in Lebensmitteln vor und kettet insgesamt 30 Fruchtzuckerbausteine aneinander. Folge: Es wird trotz seines hohen Ballaststoffanteils vom Körper nicht bzw. wenig gespaltet und verdaut. Der Blutzucker bleibt konstant niedrig, ihre Inhaltsstoffe sättigen aber trotzdem. Das Inulin wird von Darmbakterien abgebaut und kann dort seine präbiotische Wirkung abgeben.

So baust du Topinambur in deinen Speiseplan ein

Leider ist Topinambur nicht lange haltbar. Daher solltest du sie maximal nur wenige Tage im Kühlschrank lagern. Neben einem Rohkostsalat mit Sellerie, Äpfeln, Orangen und Möhren empfehlen wir dir, das Wurzelgemüse als Gemüsebeilage zu Fleisch oder Fisch zu servieren. Dazu kombinierst du Butter mit ein wenig Walnussöl und brätst es leicht in der Pfanne an. Oder du garst einzelne Scheiben in einer Fleisch- oder Gemüsesoße. Eine andere Variante: frittierte Topinambur-Scheiben, die du anschließend mit Paprika- und Curry-Pulver bestäubst und mit Mango-Chutney genießt. Wie du siehst: Deiner Phantasie sind bei der Zubereitung keine Grenzen gesetzt.

Jedoch solltest du dich langsam an deine Topinambur-Gerichte trauen: Inulin kann Blähungen verursachen. Daher solltest du mit kleinen Portionen beginnen und anschließend die Menge vergrößern. Davon solltest du dich aber nicht abschrecken lassen. Die alte Indianerknolle besticht mit Eiweiß, Calcium, Phosphor und Kalium sowie den Vitaminen A, B und C.

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