Warum Fruchtzucker nicht per se ein Heilsbringer ist

Obst und Gemüse Vitamine Immunsystem Fettverbrennung Fettabbau

In diesem Artikel erfährst du, ob Fruchtzucker als Alternative zu herkömmlichem Haushaltszucker taugt.

Es ist schon längst kein Geheimnis mehr: Zucker ist einer der größten Fallstricke in unserer Ernährung. Die kleinen weißen Würfel oder Kristallkügelchen sehen so unscheinbar aus, sie sind gleichzeitig eine Wohltat für die Dopaminausschüttung im Gehirn – und doch richten sie auf Dauer merklichen Schaden an.

Zucker steckt nicht nur in den klassischen Süßigkeiten, sondern auch in vielen Produkten, von denen man es nicht direkt ahnt. In Soßen, in Getränken, in Backwaren beispielsweise – oft allerdings versteckt und nur mit einem mickrigen Hinweis in der Zutatenliste versehen.

Viele Menschen verzichten aus gesundheitlichen oder fitnesstechnischen Gründen mittlerweile auf Produkte, denen Zucker hinzugefügt wurde oder reduzieren sie weitestgehend.

Was ist Zucker überhaupt?

Das, was wir gemeinhin unter Zucker verstehen, ist der klassische Haushaltszucker, der in wissenschaftlicher Hinsicht den Namen Saccharose trägt. Er besteht aus zwei miteinander verbundenen kleineren Zuckermolekülen, nämlich einem Glucose- und einem Fructosemolekül und kommt in der Natur hauptsächlich in Zuckerpflanzen wie Zuckerrüben oder Zuckerrohr vor.

In unserem Körper wird die Saccharose vor allem in Glucose aufgespalten, da diese in unseren Zellen als Energielieferant benötigt wird. Per se ist Zucker also etwas Gutes – nur bei übermäßigem Verzehr hat er eine Vielzahl von negativen Auswirkungen auf unser gesamtes System.

Die negativen Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum

 Für die Blutzuckerregulation bei viel Glucose im Blut ist ein hohes Maß an Insulin notwendig. Wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist, kann eine Insulinresistenz entstehen, die einerseits die Energiebereitsstellung aus dem Gleichgewicht bringt und andererseits auch zu Diabetes führen kann.

Darüber hinaus werden Zuckerüberschüsse im Körper im letzten Schritt als Fette gespeichert und können sehr schnell überflüssige Pfunde herbeizaubern. Und das ist noch nicht alles: Es gibt mittlerweile auch Studien, die einen Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Herzinfarktrisiko herstellen.

Ist Fructose die bessere Alternative zu Haushaltszucker?

Viele Menschen greifen ob der Risiken des Haushaltszuckers alternativ zu Fructose (Fruchtzucker). Analog zu Glucose ist auch Fructose ein einfach aufzuspaltender Einfachzucker. Er geht schnell ins Blut und dient somit auch der schnellen Energiegewinnung.

Zuerst einmal: Auch Fructose wird in vielen Fertigprodukten als Süßungsmittel verwendet, zumal es sogar eine höhere Süßkraft hat als Glucose oder Saccharose.

Es kursieren nun aber viele Ratgeber, die behaupten, dass Fructose gesünder sei, da es beispielsweise keine Insulinausschüttung bedingt. Das ist in erster Instanz korrekt.

Es ist allerdings die Menge, die sozusagen die Musik macht. Geringe Mengen an Fructose werden im Dünndarm normalerweise gut und vollständig aufgenommen und dann verstoffwechselt.

Ein Liter Fruchtsaft auf ex oder die in Süßigkeiten oder Fructosesirup enthaltene Menge allerdings spült allerdings soviel Zucker in deinen Körper, dass dein System ihn gar nicht vollständig verwerten kann – vor allem bei wenig Bewegung.

Der Knackpunkt: Hier greifen die gleichen Mechanismen wie beim Haushaltszucker. Die Fructose wird als Glucose gespeichert, dem Blutkreislauf zugeführt und sorgt doch wieder für erhöhte Insulinausschüttung. Auch wird überschüssige Fructose in der Leber in Fett umgewandelt.

Fazit

Das Hauptproblem ist niemals der Zucker an sich. Verstehe uns jetzt bitte nicht falsch und streich deine täglichen Obst-Rationen vom Speiseplan. Es sind oft die raffinierten (im Sinne von industriell hergestellten) Zuckervarianten – egal ob nun Saccharose, Glucose oder Fructose, die das Problem darstellen.

Sie werden in der westlichen Hemisphäre in viel zu hohem Maße konsumiert, gehen schnell ins Blut und sorgen oft für deutlich mehr Kalorien als wie benötigen.

Es ist vor allem also eine Frage der Form und der Menge, ob Fructose eine gute Alternative zu Haushaltszucker ist. In Maßen konsumiert ist Zucker essentiell für unseren Körper.

Und in der Form von Fructose in Obst oder in anderen natürlichen Produkten sogar gesund – schließlich enthält Obst weiterhin eine Vielzahl von Nähr- und Vitalstoffen wie beispielsweise Vitaminen.

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