Vitalitäts-Booster: Darum solltest du deine Samen und Nüsse keimen lassen

Keimlinge Sprossen Nüsse Kräuter

Ausgewogene Ernährung für deine Fitness und dein Wohlbefinden wird oft technisiert und mit modernen Konzepten ausgeschmückt. Wie bei so vielen Dingen lohnt es sich aber auch immer mal wieder einen Blick darauf zu werfen, was sich seit Jahrtausenden bewährt hat.

Es darf auch einfach sein! Das wussten schon chinesische Kaiser und die alten Inkas und Azteken. Eines ihrer (im wahrsten Sinne des Wortes) Erfolgsrezepte, um mit möglichst geringem Aufwand einen hohen Nährstoffgehalt in der Nahrung zu generieren, war es, Samen und Nüsse ankeimen zu lassen.

Die essbaren Stengel und Blätter angekeimter Samen nennt man Sprossen. Die ganze angekeimte Pflanze mitsamt Samen wird als Keimling bezeichnet. Auch als Ganzes ist sie schmackhaft und essbar. Sprossen und Keimlinge bringen Frische und Vitalität auf unsere Teller und in unsere Gläser (beispielsweise für nahrhafte Grüne Smoothies).

Warum macht der Ankeimprozess total Sinn?

Während der Keimung findet eine Vielzahl an Stoffwechselprozessen statt. Einige Nährstoffe werden neu gebildet, vorhandene Stoffe um-, bzw. abgebaut. Angekeimte Samen sind somit kleine Kraftpäckchen, ja gewissermaßen auch Vitalitäts-Booster. Sie liefern Vitamine, Mineralien, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Vor allem der Vitamingehalt steigt enorm, diese Konzentration an Nährstoffen erreicht die Pflanze im gesamten Wachstumsprozess nie wieder.

Durch den hohen Wasseranteil haben sie sie dazu einen niedrigen Brennwert und sind auch für kalorienarme Kost geeignet.

Unsere Tipps zum Einkauf und Keimprozess:

  • Achte beim Kaufen der Samen am besten auf Rohkost-Qualität. Viele Samen sind bereits bei großer Hitze geröstet worden und dann nicht mehr keimfähig.
  • 50 bis 100 g Keimlinge pro Tag sind hervorragend für eine gesunde Ernährung geeignet.
  • Die Keimdauer der einzelnen Samensorte kann sehr unterschiedlich sein. Einige Sorten wie Quinoa keimen bereits nach wenigen Minuten, wohingegen Dinkel oder Weizen bis zu 60 Stunden brauchen. Grob gesagt gilt: Die Keimung ist dann vollende, wenn erst Wurzeln zu erspähen sind, die genauso lang sind, wie das Korn selber.
  • Neben einer ausreichenden Feuchtigkeit sind auch Wärme und Dunkelheit gute „Nährböden“ für den Keimprozess. Am besten eignen sich dafür Keimgeräte, aber auch ganz manuell mit Keimgläsern lassen sich zu Hause sehr gute Ergebnisse erzielen.

Welche Samen eignen sich gut für den Keimprozess?

  • Kresse (Der Klassiker)
  • Mungbohne
  • Brokkoli
  • Kichererbse
  • Linsen
  • Buchweizen
  • Quinoa
  • Alfalfa
  • Bockshornklee

Und wie sieht es mit Nüssen aus?

Auch bei Nüssen und Kernen stellt sich dieser Effekt ein. Nützliche Enyzyme und Vitamine werden aufgebaut und steigern der Nährstoffgehalt der eh schon reichhaltigen Früchte. Aber es gibt noch einen weiteren triftigen Grund, warum es sich lohnt, Nüsse einzuweichen und sogar keimen zu lassen. So wird nämlich die in den Nüssen enthaltene Phytinsäure abgebaut.

Phytinsäure blockiert die Aufnahme wichtiger Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Zink im Körper sowie die Funktion des Verdauungsenzyms, das für die Spaltung von Proteinen notwendig ist.

Wenn die Nüsse über einen gewissen Zeitraum in Wasser eingelegt werden, wird die Phytinsäure von den Nüssen gelöst. Nach dem Einweichen solltest du das Einweichwasser abgießen und die Nüsse noch einmal unter kaltem, klaren Wasser abspülen. Nach dem schonenden Trocknen sind sie bereit für den Verzehr

Das Ankeimen empfiehlt sich speziell, wenn du regelmäßig größere Mengen an Nüssen verspeist. Vor allem länger gelagerte, geschälte und abgepackte Ware können unserem Magen ordentlich zusetzen.

Welche Nüsse sind für diese Art des Nährstoff-Tunings geeignet?

Einweichen sollte man unter anderem:

  • Haselnüsse
  • Mandeln
  • Paranüsse
  • Sesamsamen
  • Sonnenblumenkerne
  • Walnüsse

Nicht eingeweicht werden:

  • Erdnüsse
  • Macadamianüsse.

Wir wünschen dir guten Appetit!

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