Verletzungen: Wann besser kühlen und wann wärmen?

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Wenn es geschehen ist, sind wir manchmal ratlos. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Lädierungen am besten behandelst – entweder durch Kühlung oder durch Wärmen der Verletzung.

„Die meisten Unfälle passieren im Haushalt“, so lautet ein alter Spruch. Das mag stimmen – doch wenn du viel Sport treibst, wirst du das Risiko von Verletzungen Unfällen oder anderen Missgeschicken definitiv nicht minimieren.

Ein Sturz mit dem Fahrrad, eine Hantel, die einem auf den Fuß fliegt oder eine klassische Überlastungserscheinung in den Schultern durch das Gerätetraining – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

Doch manchmal wissen wir nicht genau, wie wir unsere Verletzungen am besten behandeln. Klar, bei gravierenden Sachen sollten wir immer einen Arzt aufsuchen – aber wir können auch selber etwas tun, um Verletzungen nicht schlimmer werden zu lassen oder das Abklingen zu unterstützen.

Als Faustregel gilt: Für akute Verletzungen solltest du im ersten Moment auf Kälte zurückgreifen und muskuläre Probleme behandelst du am besten mit Wärme.

Diese Verletzungen solltest du mit Kälte behandeln:

Akute Verletzungen können sich zum Beispiel auf die letzten 24 oder 48 Stunden beziehen. Dazu gehören beispielsweise Schnittwunden, Prellungen, Stauchungen und Blutergüsse.

Es gibt in der Apotheke oder auch im Sportshop sogenannte Kühlsprays oder auch Kühlgels, mit denen du für akute Themen Linderung verschaffen kannst.

Fitnessstudios haben sowieso immer ein Notfallset am Platz. Für Zuhause kann es auch Sinn machen, spezielle Kühlpads im Gefrierfach zu lagern. Sollte all diese Dinge mal nicht vorhanden sein, so können auch Wickel (beispielsweise Handtücher) eingetaucht in kaltes Wasser zumindest einen kleinen Effekt erzielen.

Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Im Prinzip wird so der Stoffwechsel verlangsamt. Dadurch werden momentane Entzündungsreaktionen eingedämmt, da sich das Blut zurückzieht. So können Schwellungen auf das mögliche Minimum reduziert werden.

Doch Vorsicht: Wenn du zu lange oder zu intensiv kühlst, dann kann danach eine sehr starke Durchblutungssteigerung einsetzen, die die Schmerzen sogar noch verstärkt (wenn die betroffenen Stellen wieder erwärmen). Daher sollten Kühlpads etc. nichts länger als etwa 20 Minuten aufgetragen werden.

Diese Verletzungen solltest du mit Wärme behandeln:

Für jegliche Form muskulärer Verletzungen ist Wärme förderlich. Dazu gehören Zerrungen, Muskelfaserrisse, starke Verspannungen im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich oder auch Muskelkater.

Wärme sorgt dafür, dass sich unsere Blutgefäße weiten. Die Durchblutung wird verbessert und die Produktion von Abwehrzellen enorm angekurbelt. Außerdem dehnt Wärme Sehnen und Bänder sowie das muskelumspannende Bindegewebe, die Faszien.

Wichtig ist dabei allerdings zu beachten, dass die Wärme normalerweise erst Sinn macht, wenn die primären Schockreaktionen des Körpers abgeklungen sind (Schwellungen etc.). Zunächst sollte man auch muskuläre Verletzungen kühlen und erst nach einiger Zeit, beispielsweise den oben angeführten 48 Stunden, mit der Wärmebehandlung beginnen.

Auch hier gibt es dann eine Vielzahl von Möglichkeiten: Durchblutungsfördernde Salben, Wärmflaschen oder auch Infrarotlampen regen die Durchblutung und Lymphfluss an. Das verkrampfte und verletze Gewebe kann entspannen und die betroffenen Körperstellen können besser regenerieren.

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Auch ein heißes Vollbad von Zeit zu Zeit bewirkt wahre Wunder. Es entspannt die Muskeln und hat dazu den großartigen Nebeneffekt, dass auch unser Geist gleich mitabschalten kann.

Weiterlesen: Zerrungen, Prellungen & Co.: Die 5 bekanntesten Sportverletzungen

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