Die neue TV-Sensation: Was kann „Smartsleep“ wirklich?

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In der Investment-Sendung „Die Höhle der Löwen“ war es der größte Deal aller Zeiten: Das Nahrungsergänzungsmittel Smartsleep, entwickelt von Nürnberger Schlafforscher Markus Dworak, sorgte bei den Investoren um Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel für schlackernde Ohren und feuchte Finger: Insgesamt 1,5 Millionen Euro versprachen sie dem Gründer für Anteile an seiner Firma.

Nicht von ungefähr – denn die Wette auf ein Produkt, dass beim Ein- und Durchschlafen hilft und dafür sorgt, dass der Schlaf erholsamer ist, könnte ein gesamtgesellschaftliches Problem lösen. Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Schlafstörungen.

Das Robert-Koch-Institut spricht sogar davon, dass bis zu 25 Prozent der Deutschen nicht ausreichend oder regenerativ genug schlummern können. Und das wirkt sich natürlich auch auf die Fitness aus: Mehr Krankheit durch ein schwächeres Immunsystem, weniger Leistungsvermögen und Stressresistenz sowie auch eine schlechtere Stimmung über den Tag hinweg sind nur einige der Folgen von Schlafmangel.

Über das Jahr verteilt verliert die deutsche Wirtschaft laut Handelsblatt durch unausgeschlafene Mitarbeiter darüber hinaus knapp 210.000 Arbeitstage.

Ist Smartsleep die Lösung der Probleme?

Dem verspricht Smartsleep nun vollmundig entgegenzuwirken. Entwickelt von Dworak in marketingwirksamer Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Harvard sei das Produkt vor allem dazu da, die Regeneration zu unterstützen, wenn der Schlaf mal wieder zu kurz kommt.

Sei es durch den Job, das Reisen oder auch in intensiven und stressigen Phasen, wenn der Kopf abends mal wieder rattert und man deswegen später einschläft.

Hier ist also schon einmal explizit zu nennen, dass es nicht darum geht, Schlafstörungen entgegenzuwirken. Der Haupteffekt sei eine Verbesserung der Tiefschlafphase – die für die wirklichen tiefen Regenerationsvorgänge im Körper und Geist essentiell ist – und die bei weniger als sieben bis acht Stunden Gesamtschlaf oftmals deutlich zu kurz kommt.

Die Inhaltsstoffe

Smartsleep kommt in Tablettenform zum Kauen mit einem leichten Zitronengeschmack sowie einem eher süßlichen Liquid aus der Ampulle. Die Einnahme erfolgt direkt vor dem Schlafengehen. Zwei Tabletten müssen zerkaut und danach das Liquid getrunken werden.

Der Hauptbestandteil der Tabletten ist Kreatin, das die Muskeln mit Energie versorge, während der Shot mit Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen die Erholung im Schlaf fördere. Die Liste der Inhaltstoffe kann sich sehen lassen: Glycin, Biotin, Magnesium, Zink und verschiedene Vitamine sind im Produkt enthalten.

Für drei Euro pro Anwendung verspricht der Hersteller: Auch nach einer kurzen Nacht, soll man sich am nächsten Tag topfit fühlen. Der Preis sorgt wahrscheinlich für eine gute Marge auf Seiten von Smartsleep, aber wenn das Produkt wirklich hält, was es verspricht, dann wird es das für viele Menschen dreimal wert sein.

Was sagen Schlafforscher?

Die Meinungen zum kolportierten Schlafwunder, das auch medial viel Nachhall erfahren hat, gehen definitiv auseinander. Viele Menschen berichten, nicht nur auf der Homepage des Herstellers, sondern auch in unabhängigen Foren von spürbaren Effekten auf ihren Schlaf. Was allerdings noch fehlt sind Langzeit-Studien, die die Wirksamkeit in Placebo-Vergleichsstudien eindeutig wissenschaftlich beweisen.

Nichtsdestotrotz loben auch Schlafmediziner die Zusammensetzung von Smartsleep und die innovative Verwendung von Kreatin. Gleichzeitig sprechen sie allerdings auch davon, dass das Produkt kein dauerhafter Ersatz für Schlafmangel sei und lieber die wirklichen Ursachen angegangen werden sollten. Wir empfehlen: Einen Versuch sollte Smartsleep auf jeden Fall wert sein!

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