Sport während der Periode: So geht’s!

Richtiges Dehnen Sport Fitness Training

In diesem Artikel erfährst du, wie du auch in Zeiten der monatlichen Regelblutung aktiv bleiben kannst – und warum das sogar gut für dich sein kann.

Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Lustlosigkeit – die Liste der Symptome vor oder während der weiblichen Periode ist lang und ereilt viele Frauen oft mit unbarmherziger Wucht.

Als Mann kann ich die Schmerzen und hormonellen Verschiebungen, die Frauen vor allem während der prämenstruellen Phase ersuchen, natürlich nur erahnen und ihnen mitfühlend begegnen. Aus vielen Erzählungen von Freundinnen weiß ich, was für einen einschneidenden Effekt die Periode oder das PMS (Prämenstruelles Syndrom) auf den Alltag haben.

Ein Weg damit umzugehen kann allerdings – so sagen es viele Experten – die körperliche Bewegung sein. Auch wenn das bei akutem Unwohlsein zunächst einmal eher kontraintuitiv erscheint.

Experten: Sport tut während der Periode sogar gut

Denn auch wenn es höchstwahrscheinlich deutlich schwerer fällt, sich zu bewegen, kann es sich dennoch enorm lohnen. Einerseits haben Forscher der Universität Umeå in einer groß angelegten Studie herausgefunden, dass Frauen in den ersten beiden Wochen ihres Zyklus (der mit dem ersten Tag der Periode beginnt) leistungsfähiger sind und mehr Muskelwachstum erzielen können.

Andererseits – und darauf soll in diesem Artikel der Hauptfokus liegen – kann Fitnesssport und Bewegung vor und während der Periode sogar die Beschwerden lindern und die Gesundheit fördern. Sport hat die Fähigkeit, den Körper zu entspannen, die Produktion von Glückshormonen anzukurbeln, Kreislauf und Durchblutung anzuregen oder einfach den Kopf auf andere Gedanken zu bringen.

Lieber sanft anstatt intensiv trainieren

Mit welcher Sportart und welcher Intensität eine Frau während dieser Zeit trainiert hängt natürlich vom eigenen Befinden und den persönlichen Präferenzen ab. Manche Frauen, bei denen die Symptome nicht so stark auftreten, können theoretisch sogar ganz normal weitertrainieren.

Tendenziell gilt aber: Folge deinem Körper. Wenn er lustlos und geschwächt ist, dann macht ein ausgeprägtes HIIT (High Intensity Training) wahrscheinlich wenig Sinn. Sanfte Bewegungsabfolgen aus dem Yoga, Pilates oder auch beim Schwimmen sind hier passender. Wer nicht auf Krafttraining verzichten möchte, sollte wirklich nur das Mindestmaß an Gewichten auffahren.

Ein guter Schutz ist das A und O

Natürlich besteht während dieser Phase auch ein erhöhter Schutzbedarf. Für das Wohlbefinden sind Tampons und Binden eine gute Wahl, die auch die Kleidung gut schützen. Slipeinlagen allerdings sind für die sportliche Betätigung nicht die beste Option, da sie leichter verrutschen können.

Auch sogenannte Menstruationstassen (auch Mooncups genannt) sind eine moderne Variante, um für guten Schutz zu sorgen, der gleichzeitig die Schleimhäute nicht austrocknet oder reizt.

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle

Wenn es uns nicht gut geht, tendieren wir dazu, Essen als Ersatzbefriedigung zu nutzen. Das ist in Maßen vollkommen okay. Wenn es eine Tafel Schokolade sein muss, dann muss es eine Tafel Schokolade sein und man darf dem Heißhunger natürlich stattgeben.

Obacht: Wer dauerhaft durch Zucker oder Fett die Synapsen ersatzweise mit Glückshormonen füttert, der kann schnell in eine kleinere Abhängigkeit rutschen. Außerdem ist das Vergnügen meistens nur kurz und durch den abfallenden Blutzuckerspiegel oder die kräftezehrende Verdauung von fetthaltigen Speisen entsteht oft ein weiteres Energiedefizit.

Da das Immunsystem währen der prämenstruellen Phase eh geschwächt ist, kann das beispielsweise die Anfälligkeit für Infekte sogar noch erhöhen.

Alles in allem können wir sagen, dass sanfter Sport eine gute Option ist, sich während der Periode gut zu tun. Doch auch, wenn es einfach mal nicht sein soll, so ist das genauso richtig. Höre auf dein Gefühl und mache das, was für dich am besten ist!

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