Zuckerfrei(er) leben, Woche 1: Heißhunger und Kopfschmerzen

Zucker zuckerfrei Süßigkeiten

Klassisch zum Jahresanfang haben wir alle große Vorsätze und Ziele, die es nun gilt, in die Tat umzusetzen. Mein Ziel: Weniger Zucker. In diesem Tagebuch berichte ich regelmäßig von meinen Erfahrungen, Problemen und (hoffentlich) deren Lösung.

2018 hat begonnen und schon bin ich mittendrin in meinem persönlichen Vorsatz. Ich möchte gerne meinen Zuckerkonsum zurückfahren. Ich ernähre mich zwar grundsätzlich sehr gesund, esse sehr viel frisches Obst und Gemüse, trinke keinen Alkohol, rauche nicht und bin nur selten mal in Fastfood-Restaurants zu sehen.

Ein Laster habe ich dann aber doch: Zucker. Oder vielleicht etwas konkreter: Süßigkeiten. Hier mal einen kleinen Snack, da mal ein bisschen Schokolade, ab und an mal einen Schluck Fanta oder Cola. Kurzer Genuss, schlecht für den Körper und damit auch für den Kopf.

Laster loslassen: Stufenweise weniger Zucker

Genau das packe ich nun an und werde in mehreren Stufen anfangen, diese Produkte aus meinem Alltag zu verbannen. Zunächst geht es darum, die kleinen Naschereien zwischendurch und alle Süßgetränke zu vermeiden.

Wichtig: Ich werde nicht zu 100 Prozent auf Zucker verzichten – das geht auch fast nicht. In so gut wie jedem Lebensmittel, in Obst, Gemüse und Co. ist Zucker drin. Mir geht es um Süßigkeiten, Süßgetränke und sonstige überzuckerte Produkte (etwa Ketchup).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ca. 25 bis 30 Gramm Zucker pro Tag für einen Erwachsenen. Sind wir ehrlich, das ist mit „normalen“ Essgewohnheiten kaum zu schaffen. Alleine ein Glas Cola (250 ml) hat schon 27 Gramm Zucker, ein Glas Fanta 23 Gramm. Genau daran will ich arbeiten.

Lesetipp: Der ultimative Guide für einen gesünderen Lifestyle in 2018

Am ersten Tag funktioniert das wunderbar. Ich tausche M&Ms und Cola gegen Wasser und Möhrchen-Sticks mir leckerem Dip. Ein bisschen erstaunt darüber, dass das tatsächlich lecker schmeckt, ist die Motivation noch ungebrochen.

Das Problem dabei ist halt, dass man es immer zubereiten muss. Einer der größten Vorteile bei Süßkram ist halt leider, dass man nur eine Packung aufreißen muss – nichts schälen, nichts schnibbeln, nichts zusammenrühren. Hier kann ich nur empfehlen, diese Snacks vorzubereiten und für den Heißhunger zwischendurch in Reichweite zu haben.

Apropos Heißhunger: Noch nichts davon zu spüren. Zur Vorsicht habe ich alle restlichen Süßgetränke weggeschüttet und allen Süßkram verschenkt.

Oh, oh: Der Heißhunger kommt

Am zweiten Tag ist er dann da: Der Heißhunger. Bei meiner Recherche vor dem Start habe ich vielfach davon gelesen, dass der Heißhunger kommen wird. Besonders nach den Hauptmahlzeiten, wo ich normalerweise zu den süßen Sünden gegriffen habe, ist es besonders schwer.

Da merkt man erstmal, wie stark man auch von Zucker abhängig werden kann. Der Körper ist so stark an die kleinen Zuckerspritzen gewöhnt, dass er mir in den nächsten Tagen mit heftigen Kopfschmerzen zu verstehen gibt, dass er seine Belohnung haben möchte.

„Gib mir meine Belohnung!“

Genau so wirken Süßigkeiten auf uns: Sie sprechen das Belohnungszentrum im Gehirn an, ergo fühlen wir uns besser. Deswegen greifen wir bei Liebeskummer auch gerne mal zum Eis oder zur Schokolade. Hier heißt es jetzt einfach: Aushalten, bis es vorübergeht.

Lesetipp: 5 wirkungsvolle Tipps gegen Heißhunger

Ansonsten geht es mir aber zunehmend besser. Ich habe Gewicht verloren, immerhin 1,5 kg in den letzten vier Tagen. Logisch – ohne Cola, Schokolade, Chips und Co. fallen auch eine ganze Menge Fette und Kalorien weg. Zudem habe ich das Gefühl, deutlich konzentrierter und schneller zu arbeiten.

zuckerfreie Snacks
Möhrchen, Skyr und Magerquark (von links)

Es ist, als ginge alles einen Schritt schneller. Das kann natürlich auch nur Einbildung sein, aber bislang geht es mir echt gut. Möhrchen-Snacks, Skyr mit Haferflocken und Chia Samen, Magerquark mit Beeren – funktioniert super!

Soviel zur ersten Woche, nächste Woche berichte ich wieder. Fühlt euch eingeladen, mir auch von euren Erfahrungen zu erzählen (in den Kommentaren oder anonym per E-Mail) – ich freue mich immer sehr über Motivation, Tipps und eigene Erfahrungswerte von euch!

Wenn du keinen Teil verpassen willst, solltest du uns auf Facebook und Instagram folgen. Hier gibt es die Erfahrungen aus Woche 2.

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