Wusstest du, dass Kuscheln einer der größten Fitmacher ist?

Warum wir Berührung und Kuscheln fast wie die Luft zum Atmen brauchen, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Jeder Mensch kennt wahrscheinlich das subjektive Gefühl, wie schön eine ernstgemeinte, liebevolle Berührung ist. Sie gibt uns Geborgenheit, Wärme, Schutz, lässt uns unterbewusst an die wohlige Zeit im Mutterleib zurückdenken und hebt einfach generell die Laune.

Aber nicht nur, was das Gefühl angeht, sind Kuscheln und Berührung wahre Muntermacher. Auch auf der objektiven Seite gibt es immer mehr Studien, die selbst wissenschaftlich beweisen, was für hervorragende Effekte Kuscheln auf unsere Gesundheit und unsere Fitness hat.

Botenstoffe werden ausgeschüttet

Unsere Haut ist bei Weitem unser größtes Sinnesorgan und durchsetzt von bis zu 800 Millionen Berührungssensoren. Wenn wir berührt werden, nehmen diese die Informationen auf uns leiten sie über das Nervensystem an unser Gehirn weiter.

Ganz automatisch werden im nächsten Schritt verschiedene Hormone ausgeschüttet, die für die Glückgefühle zuständig sind. Allen voran produzieren wir Dopamin, ein klassisches Glückshormon. Wenn es zu wenig vorhanden ist, fühlen wir uns lust- und antriebslos oder können sogar in Depressionen verfallen.

Ein weiteres Hormon ist Oxitocyn. Es gilt gemeinhin als das Bindungshormon, dass die Bindung zwischen Eltern, Kindern und Liebespaaren verstärkt und wirkt im Körper auf verschiedene Art und Weise, unter anderem dadurch, dass es Stress abbaut, den Blutdruck senkt und Ängste oder Schmerzen mindert.

Durchblutung und Immunsystem werden gefördert

Gleichzeitig gibt es noch weitere physiologische Effekte: Durch die Wärme beim Kuscheln wird die Durchblutung des Körpers gefördert. Außerdem zeigen neuste amerikanische Studien, dass Berührung das Immunsystem stärkt und Menschen, die öfter in den Arm genommen werden, weniger oft an Erkältungen erkranken.

Alles deutet also darauf hin: Kuscheln lohnt sich!

In der schnelllebigen Zeit allerdings fehlen uns oft die Gelegenheiten für Ruhe und Sanftheit. Der hektische Alltagsstress und die Smartphone-Fixiertheit sorgen dafür, dass Wissenschaftler mittlerweile von einer „chronischen Berührungsarmut“ sprechen. Das passt zu den Symptomen unserer Gesellschaft.

Ein wichtiger Aspekt auf einer tieferen Ebene ist, dass Berührung uns immer in den jetzigen Moment holt. Neben den gesundheitlichen Aspekten ist auch das ein wichtiger Faktor, der unser Wohlbefinden steigert. Nimm dir die Zeit!

Jeder kann kuscheln

„Aber hey! Ich bin doch Single!“, wirst du jetzt vielleicht einwerfen. Das ist sicherlich ein berechtigter Einwand, aber auch für die rund 20 bis 25 Prozent der Deutschen, die laut Statistik-Portal Statista nicht in einer festen Partnerschaft leben, gibt es einige Möglichkeiten, nicht auf die wohltuenden Kuscheleinheiten zu verzichten. Und selbst eine Partnerschaft ist ja noch keine Garantie dafür, dass wirklich viel Zärtlichkeit miteinander ausgetauscht wird.

Eine Option könnte sein, einfach ein paar lieben Freunden diesen Artikel vorzulesen. Und wenn auch das nicht passen sollte, dann hilft ein klein wenig Experimentierfreude: In vielen Orten Deutschlands (und das nicht nur in den großen Städten) gibt es mittlerweile spezielle Kuschelparties, in denen sich wildfremde Menschen und mit dem Thema Berührung und Zärtlichkeit experimentieren.

Explizit geht es dabei nicht um das Thema Sex, sondern darum, Nähe zu geben und zu bekommen. Auch ein klassischer Tanzkurs oder neuere Tanzformen wie Kontaktimprovisationen sind Möglichkeiten, im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Thema Berührung in Kontakt zu kommen.

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