Ist Leitungswasser die bessere Alternative zu Mineralwasser?

Leitungswasser Mineralswasser Vergleich

In diesem Artikel erfährst du, wie es in Deutschland um die Qualität des Leitungswassers bestellt ist und ob Leitungswasser nicht vielleicht die bessere Alternative zu Mineralwasser ist.

Zu welcher Gruppe gehörst du? Leitungswasser oder Mineralwasser aus Flaschen? Es ist ein ewiger und erbittert geführter Zwist, ähnlich dem zwischen Dortmund und Schalke, zwischen Muhamed Ali und George Foreman, zwischen Adidas und Nike.

Die einen halten es mit der einen Alternative, die anderen sind strikte Verfechter der anderen Seite. In Diskussion geht es heiß her und von beiden Seiten werden unzählige Argumente angeführt, die aufzeigen sollen, warum nun doch alle sterben, die je einen Tropfen Trinkwasser aus der Leitung konsumiert haben oder warum alle Flaschentrinker gleichzeitig für den Niedergang unserer Umwelt verantwortlich sind.

Leitungswasser in Deutschland ist trinkbar

Wie immer liegt die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Wir möchten mit diesem Artikel vorrangig mit einigen Mythen aufräumen, die in Bezug auf die Trinkwasserqualität hierzulande kursieren. Wir sagen nicht, dass es besser sei als Flaschenwasser, aber dass es zumindest eine überaus trinkbare (und auch günstigere) Alternative ist.

Immer wieder kursieren Schreckensmeldungen zu unserem Trinkwasser, etwa zu Nitratrückständen aus Düngemitteln, Bleiverunreinigungen oder Medikamentenpartikeln wie etwa Antibiotika. In einem kürzlichen Test sowie einer Expertenbefragung der Stiftung Warentest allerdings wurden diese Zweifel unlängst aus dem Weg geräumt.

Technologien machen das Wasser sauber

Auch wenn teilweise durch übermäßige Düngungen Nitratwerte im Grundwasser überschritten sind: Wasser, das in Deutschland aus der Leitung kommt, ist Wasser allererster Güteklasse. Hochtechnologisierte Verfahren in den Wasserausfbereitungsanlagen sorgen dafür, dass Nitrate, aber auch alle anderen unliebsamen Zusatzstoffe nahezu komplett herausgefiltert werden.

Zu den Medikamentenrückständen ist zu sagen, dass ohnehin nur ein geringer Anteil des Leitungswassers aus dem bestehenden Wasserkreislauf stammt. Der Bärenanteil ist Frischwasser, etwa aus dem Grundwasser oder aus Talsperren und Seen. Und selbst wenn: Auch Medikamentenspuren konnten in allen Proben laut Stiftung Warentest nur in „gesundheitlich unbedenklichem Maße“ nachgewiesen werden.

Wasser unterliegt den stärksten Kontrollen

Auch wenn es sehr viele unterschiedliche Wasserversorger in Deutschland gibt – nahezu jede Kommune hat ihr eigenes Wasserwerk – sind die Richtlinien und Grenzwerte überall überaus streng. Wasser gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

Das ist nicht überall so. In vielen Ländern des Mittelmeerraumes beispielsweise wird das Wasser mit Chlor versetzt, um Keime abzutöten. Das ist bei uns nicht notwendig.

Auch was die Rohre innerhalb des Hauses angeht, gibt es mittlerweile sehr hohe Richtwerte, an die sich Hausbesitzer halten müssen. Wenn das Wasser durch Bleirohre fließen soll, sind diese nicht einzuhalten, weswegen diese Art von Rohren normalerweise nicht mehr verwendet werden.

Sollten dennoch Zweifel bestehen, kannst du selber das Gesundheitsamt herbeiordern und eine Probe ziehen lassen.

Noch zwei Tipps

  1. Wenn das Wasser zu lange in der Leitung steht, kann es teilweise etwas abgestanden schmecken. Daher kannst du das Wasser erstmal etwas ablaufen lassen, bis es merklich kühler wird. So wirst du garantiert das frischeste Wasser in deinem Glas oder Kochtopf haben.
  2. Wasserfilter im eigenen Haushalt können ein zusätzlicher Schritt sein, um die Qualität des Trinkwassers hochzuhalten. Wichtig hierbei ist allerdings eine regelmäßige Reinigung, da ansonsten die Filter selber zu wahren Keimfängern verkommen können.

Alles in allem lässt sich also feststellen, dass das Trinkwasser in Deutschland ohne Bedenken aus der Leitung konsumiert werden kann.

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