Talent oder Disziplin: Was ist wichtiger für den Erfolg?

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Was braucht es, um den eigenen Ehrgeiz zu stillen und Erfolg zu haben: Talent? Oder doch eher Diziplin?

Stellen wir einmal die Prämisse auf, dass die beiden dominierenden Radfahrer der Jahrtausendwende Lance Armstrong und Jan Ullrich ungefähr gleichvollgestopft waren mit leistungsfördernden Mitteln, dann eignen Sie sich perfekt für eine klassische Gegenüberstellung von Talent und Disziplin.

Auf der einen Seite der akribische und vom Siegeswillen besessene Arbeiter Armstrong und auf der anderen Seite das schlampige Genie Ullrich, den viele Experten als den vielleicht talentiertesten Radfahrer aller Zeiten bezeichneten. Auf der einen Seite der wilde Dominator, der mit unbändigen Willen die Berge hochstapfte und auf der anderen Seite der Ästhet, der fast nie aus dem Sattel ging und trotzdem sehr schnell fahren konnte.

Aber Ullrich war eben auch nicht so diszipliniert wie Armstrong. Er hatte in der kalten Jahreszeit oft mit Winterspeck zu kämpfen, war auch einer Party nicht abgeneigt und galt bei weitem nicht als so trainingsfleißig wie sein Widersacher. Das Ende vom Lied: Armstrong kam siebenmal als Erster in Paris an, Ullrich nur einmal, dafür fünfmal als Zweiter.

Wir alle haben eine genetische Disposition

Diese Geschichte illustriert, dass der Disziplinierte das Wunderkind oftmals in die Knie zwingen kann.

Natürlich ist nicht alles möglich: Wenn du mit dem Körper eines Kugelstoßers geboren wurdest und über eine breite, starke Muskulatur verfügst, die für eine große Maximal- und Schnellkraft prädestiniert ist, wirst du wahrscheinlich niemals einen Marathon so schnell laufen können wie ein kenianisches Laufwunder.

Aber eine Sache ist auch klar: Nur mit Talent wirst du niemals nach den Sternen greifen können. Wie sagte es der NBA-Basketballer Kevin Durant so treffend: „Hard work beats talent if talent fails to work hard!“, zu deutsch: „Harte Arbeit gewinnt gegen Talent, wenn das Talent es versäumt, hart zu arbeiten!“.

Im besten Fall kommt natürlich beides zusammen. Wenn du ein Metier findest, in dem du dich wohl fühlst wie ein Fisch im Wasser und dazu den Willen und die Bereitschaft hast, hart für deine Ziele zu arbeiten, dann wird sich der Erfolg wahrscheinlich ganz von alleine einstellen. Im Profisport kommt dazu vielleicht noch die Komponente Glück, also zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und von den richtigen Leuten entdeckt und gefördert zu werden.

Erfolg ist nicht nur im Leistungssport ein Thema

Dieses Erfolgsbewusstsein gilt für den Leistungssport, aber natürlich auch, wenn für uns persönlich im Fitness- oder Freizeitsport Erfolg ein wichtiger Wert ist (was ja völlig legitim ist). Unsere Ziele und ein gesunder Ehrgeiz können ein toller Antrieb sein, um voranzukommen, fitter und gesünder zu werden, uns persönlich weiterzuentwickeln.

Das ist auf dem Tennisplatz so, wo wir unsere Gegner schlagen wollen und das ist im Fitness-Studio so, wo wir vielleicht fünf Wiederholungen oder Kilogramm mehr als im letzten Monat schaffen wollen.

Achte trotzdem auf den Spaß!

Eines ist dennoch wichtig: Es ist nicht immer die Leistung und der Erfolg, der beim Sport im Vordergrund stehen sollte. Klar, wenn der Sport dein Beruf ist und es um Preisgelder, Prestige und Sponsorenverträge geht, dann ist die Leistung ein essentieller Bestandteil.

Wenn du allerdings den Sport machst, um fit zu sein, um dich gut zu fühlen, um den Kopf freizubekommen, dann solltest du vor allem nach dem Spaß entscheiden, selbst wenn sich dein Talent eher in Grenzen hält. Möglicherweise bist du ja eigentlich ein Fisch im Wasser – aber wenn du lieber auf Bäume kletterst, dann go for it!

Und wenn du dabei vielleicht sogar Ehrgeiz und Disziplin entwickelst, dann wirst du schon bald trotzdem alle Affen oder Eichhörnchen abhängen, die lieber auf der faulen Haut liegen…

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